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Baby Audio – Smooth Operator – Plugin

Baby Audio haben wieder etwas neues am Start. Es sieht aus wie ein EQ aber es macht mehr!

Sie nennen es einen “intelligent signal balancer” und er arbeitet mit Spectral Processing. Mein erster Gedanke war ja: Oh Nein nicht noch ein EQ / Compressor!!! Davon gibts doch schon sooooo viele. Aber es hat mich überzeugt.

Bis Ende Mai ist wohl noch der Einführungspreis 40% gesenkt.

Baby Audio – Spaced Out – Plugin

Baby Audio Spaced Out Plugin

Die Baby Audio Plugin Familie hat Zuwachs bekommen. „Spaced Out“ nennt sich das neue Delay Plugin welches überragendes Kreativ und Klang Potential aufweist.

Über einen 16-Step-Sequenzer lassen sich Echos in unterschiedlichen Intensitäten genauestens platzieren. Damit der Klang auch wirklich spacig wird, stellt die Reverb-Sektion diverse Hallräume zur Auswahl, die sich über fünf zusätzliche Parameter anpassen lassen.

Es lohnt sich auf jeden Fall mal die Sounddemos anzuhören.

Der Einführungspreis ist wieder reduziert – da musste ich natürlich sofort zuschlagen. Wem das Geld etwas fehlt kann bei Keys eine von 8 Lizenzen gewinnen.

Baby Audio Plugins – eine Empfehlung wert

Ich lebe ja nach dem Simplify your Life Prinzip und wenn ich was finde was mich so richtig flasht, dann gebe ich natürlich gerne eine Empfehlung weiter.

Hier bin ich auf die Plugins von Baby Audio aufmerksam geworden.

Zunächst liest sich das nicht so spektakulär: ein Delay Effekt, ein Compressor, ein LoFi Effekt und jetzt neu ein „Punch Tool“… Nunja … Bis man sich das anhört und die Schaltbilder anschaut! Nichts was sich nicht irgendwie selber als Effektkette zusammenschrauben lassen könnte aber das einfache und übersichtliche Outfit der Plugins und das Klangpotenzial ist mir das Geld wert. Der Bundlepreis von 120$ ist mehr als okay.

Gehen wir mal ins Detail: I Heart NY ist ein simpler Parallel Compressor – Another one ^^ macht mit den 3 Reglern aber seinen Dienst.

Comeback Kid ist ein Delay mit sehr tollen Presets und simpler Übersichtlicher Oberfläche. Für meine Musik bietet es super Potenzial, obwohl ich ja schon von OUTPUT Wahnsinns Gute Effekte habe.

Super VHS macht als LoFo Effekt einen tollen Vintage Sound, es Leiert etwas, es Zischt und knistert etwas, es flasht einfach!

Und der Neuzugang Parallel Aggressor sorgt mit seinem durchdachten Signalweg für einfache Präsenz und Punch Steuerung. Manchmal ist so eine „Ein-Knopf“ Lösung wie iZotope Neutrino doch nicht so das richtige auch wenn das mit KI ist. ^^

Die Plugins gibts für Mac und PC als VST2 und VST3 sowie AU und AAX in 32bit und 64bit!

Meine Erfahrung mit splice.com

Googelt man mal ne Runde über splice.com findet mal einige YT Videos und auch Blog Einträge die diese Seite beleuchten. Ich habe einen Voucher beim Kauf von der AKAI Force dabei gehabt und mich mal dem Abenteuer gestellt und möchte hier meine Erfahrung mit splice.com teilen.



Das Portal bietet Zugang zu enorm vielen Samples und VST Geräten u.a. auch zu Geräten die es teilweise schon gar nicht mehr vom Hersteller zu kaufen gibt (z.B. reFX Slayer oder QuadraSID). Das gibt einem natürlich massiven Input, erschlägt aber auch! Man sollte also klar überlegen worin man investieren will! Glücklicherweise gibt es einiges zum testen. Auch einige Samples werden kuratiert vorgeschlagen.

Das ganze basiert auf einem Abo Modell. Man kann verschiedene Kontingente buchen. Das kleinste für knapp 8€ im Monat beinhaltet 100 Credits was etwa 100 Samples entspricht. Man verliert den Zugriff auf die Samples nicht wenn man das Abo still legt.

So ein Abo Modell ist nicht ganz verkehrt wenn man genau selektiert was man braucht. Findet man allerdings ein ganzes Sample Pack toll, muss man seine Credits gleich mal aufstocken. Hier habe ich aber auch nicht wirklich ein Niceprice-Angebot gefunden und es stehen auch keine Preise richtig an den Packs dran, das finde ich etwas schade. Der Ansatz, dass man nicht ein ganzes Samplepack kauft, weil man nur 1 oder 2 Samples darin interessant findet, ist aber schon ganz in Ordnung.

Splice bietet aber auch noch einen Blog den es zu lesen lohnt, gerade wenn man in die Musikproduktion einsteigen will. Aber auch für alte Hasen gibt’s den einen oder anderen Kniff. Hier gibt es viele gute Tipps und auch Tutorials.

Splice bietet auch eine Community um sich mit anderen Künstlern auszutauschen oder Projekte zu sharen. Man kann sich also gern Hilfe holen wenn man mit seinem Track nicht so richtig weiter kommt.

Nichtsdestotrotz muss man eben entscheiden ob einem das Geld für ein Abo den ganzen Spaß wert ist. Es gibt dort auch Packs von Künstlern wie Aoki oder Deadmouse, quasi so als Halde von Projekten die nicht zu ende gemacht worden sind. Kann man machen – ich weis aber nicht ob man damit einen Nebenbei-Euro abgreift. Das wird sicher nur lukrativ für große Künstler sein.

Fazit

Gerade bei so Packs, die wie Resteverwertung anmuten, halte ich die Finger weg. Es ist zwar alles Gema Frei aber man sollte schon seinen eignen Touch finden. Ansonsten ist das Angebot an Instrumenten und Effekten wirklich massiv wenn auch nicht unbedingt ein Schnäppchen. Ich selbst bin kein Freund von Abo Modellen. Ich kaufe lieber was mir taugt und das habe ich dann.

OZ-Soft Genesis Pro Software Synthesizer von Ummet Ozcan

Es ist schon eine Weile her, da las ich über diesen OZ-Soft Genesis Pro Software Synthesizer einen Teaser auf Beat.de. Nun ist er verfügbar!

Es hakelte etwas an dem Passwort Reset – Ich habe den Bestell-Prozess aber gemeistert und bin nun stolzer Besitzer dieser geilen Soundmaschine!

Was mich etwas verwundert: es ist ein 32bit Plugin welches ich mit jBridge in mein 64bit Ableton Live konvertieren muss. Im Jahre 2020 bringt einer also ein Windows 32bit Only Plugin raus und auch weder MAC oder Linux Version. Es soll eine 64bit version geben (In meinem Installer nicht) der ist aber auch nur eine 32bit version die jBridge aber schon inkludiert. So lange das funktioniert ist mir das egal aber rein technisch war ich grade etwas verwundert.

Genesis Pro läuft sehr Ressourcen schonend bei <10-20% CPU Last und macht einen sehr guten Job. Die Presets sind allesamt Dancelastig mit Cinematic Touch. Sogar Gitarren und Piano Sounds sind dabei und die sind amtlich! Insgesamt sind 128 Presets verfügbar – die Installation benötigt 1GB Speicher auf der Platte/SSD.

Da ich ReFX Nexus selbst nicht nutze kann ich da nicht viel vergleichen. Sound-Technisch ist der Genesis Pro aber empfehlenswert und er kostet nur etwas mehr als 1€. Der Nexus ist um einiges Teurer! Er lebt aber auch von Expansion Packs die alle Einzeln gut Geld kosten! Da geht der Spaß bei 250€ los und das ALL INCL-Pack kommt 3839€  (nein ich habe da kein Komma vergessen!!!)

Was mich sehr fasziniert ist die Einfachheit, mit der man selbst einen neuen Sound kreieren kann. Es gibt nicht nur die Möglichkeit, bei den Klangerzeugung Oszilatoren, Filter usw. anzufangen, sondern 2 einfache „X-Gen“ Menüs um Sounds nach Charakter und Parameter wie Hüllkurven und FX per Randomizer zu formen. Hier hat man innerhalb von Sekunden einen Grundklang erzeugt, den man weiter ausbauen kann.

Ein paar lustige Gimmicks sind ebenfalls verbaut. So kann man das Aussehen durch Eingabe von „picasso mode“ verändern und abspeichern. Ebenfalls ein zweites Plugin „Genesis Pro Dynamic Link“ mit dem man jede Soundquelle zum Antriggern des Genesis Pro verwenden kann. Hier muss ich aber noch einen tiefen Blick ins Handbuch werfen denn das hab ich noch nicht auf die Schnelle verstanden ^^

Insgesamt ist Genesis Pro ein absoluter Preis Leistungs Hammer den ich gerne weiter empfehle!


Hier ein kleiner Leitfaden zu den Versteckten Funktionen:
im Center-Menüfenster
Main->Menu->Single Mode
..auswählen und folgende „Befehle“ eingeben
picasso mode – Individuelles Design auswählen oder kreieren
default – Zurück zum Standard Design
guide me – Animierte Erklärung der Synth Oberfläche / Sektionen
press start – Retro Design
lost in space – Space Design
academy mode – Tutorials ( Funktionierte bei mir leider nicht )

Pro Tipps zum Vinyl digitalisieren

Ihr kennt das: Ihr kauft eine Plattenkiste und möchtet die Scheiben digitalisieren. Ihr kennt die Scheiben womöglich noch gar nicht wisst auch nicht wie oft sie bereits gelaufen sind. Naja das merkt ihr spätestens beim „Machen“ ^^

Aber mal grundsätzlich eine Vorgehensweise wie man seine analogen Schätze gut digitalisiert.

Ich braucht: einen PC, eine Aufnahmesoftware, ein Audio-Interface, Kabel und natürlich einen Plattenspieler.

Das Setup sollte klar sein. Plattenspieler entweder über Vorverstärker (Line) oder Phono mit dem Audiointerface verbinden, möglichst so, dass wenig Grundrauschen entsteht. Viele neue Plattenspieler haben bereits einen Umschalter und den Verstärker schon integriert – Ihr merkt den Unterschied wenn ihr im Leerlauf des Plattenspielers die Aufnahme startet und euch den Grundpegel anschaut – erfahrungsgemäß ist Line besser. Welche Aufnahme Software ihr nutzt ist quasi egal – jede hat Vor- und Nachteile (hauptsächlich im Workflow und der Effekte) aber auch Freeware wie Audacity muss sich nicht verstecken.

Als nächstes solltet ihr Euer Aufnahmesystem etwas kalibrieren. Wie ihr merken werdet sind alle Platten unterschiedlich auch wenn es Richtlinien und Normen gibt wie die Platten gemastert werden. Wichtig ist hier einen guten Mittelwert zu finden damit die Pegel gut kommen aber es nicht übersteuert. Ihr müsst hier den Spagat zwischen eurem Audiointerface und der Aufnahmesoftware hin bekommen. Beim Platten samplen sollte man nie hart aussteuern sondern besser -6db Headroom lassen egal was die Anzeige da am Audio Interface anzeigt. Wichtig ist was die Software anzeigt und wo da die Pegel sind. Bevor man anfängt jede Platte nachzupegeln nimmt man besser mit einem Guten Mittelwert und etwas Headroom auf.

Ich für meinen Teil möchte gerne den analogen Klang der Platte so unverfälscht wie möglich haben – deshalb lasse ich die Finger von EQs. Meine Pegel hoppsen bei -9 bis -3db rum obwohl da manchmal auch schon eine Vinyl-Seite komplett an der 0db kratzt – wenn man das merkt regelt man besser etwas runter – nichts ist nerviger als eine übersteuerte Aufnahme. Die Anzeige am VMS4 hat einen 10db Headroom und Pegelt bei +7 im Roten Bereich rum – naja wie gesagt das digitale ist ausschlaggebend. Lasst euch nicht von Knacksern verunsichern – So ein Crackle kann schon mal komplett übersteuern – da könnt ihr aber auch mit dem besten Werkzeug nix zaubern der Fehler ist auf der Platte. Es gibt diverse Werkzeuge um Knackser zu entfernen aber immer etwas zu lasten des Audiosignals. Interessierte lesen bitte HIER. Auch hier sollte man sich im klaren sein: Einen Knackser oder sogar eine Stelle wo die Nadel springt kann man nicht auf der Platte reparieren – man kann versuchen das Auflagegewicht der Nadel etwas zu erhöhen – das wars auch schon. Je nachdem wie oft die Platte schon gelaufen ist und wo sie gelaufen ist gehört das einfach zu „Alterung“ des Mediums – aber deshalb lieben wir Vinyl ja auch! So etwas konserviert man mit einem Achselzucken einfach mit ¯\_(ツ)_/¯

Hat man so sein Setup abgestimmt geht es ans Vinyl. Ich las letztens einen Beitrag wie man Vinyl am Besten pflegt ^^ Okay mal im Ernst: Hat sich das irgendwann geändert? Antistatik-Bürste oder Tuch und einen Pinsel für die Nadel. Wir gehen hier mal von einer Plattenkiste aus die man nicht kennt. Ich halte nix von einer „Plattenwaschmaschine“ – das ist rausgeschmissenes Geld. Genauso kann man sich das Geld für spezielles Reinigungsmittel sparen.
Ich mach das Oldscool: Eimer, Fit, handwarmes Wasser, einen weichen Putz/ Abwaschlappen ein sauberes Baumwoll Abtrocken Handtuch (ohne Semmelkrümel oder Fett ^^)

Wir wollen den Analogen Sound möglichst ohne Knistern – was macht knistern… richtig Staub. Also waschen wir mit Fit Wasser die Plattenrillen sauber damit sich auch jahrelang angesammelter Staub löst. Den nassen Lappen leicht aus wringen damit es nicht so klitsch-nass wird und vor allem das Label in der Mitte braucht nicht unbedingt nass werden. 3-4 mal pro Seite rund abwischen und dann mit dem Abtrocken Tuch ebenfalls in runden Bewegungen trocknen… Auflegen – Los gehts. Und ihr werdet Staunen wie schnell in dem Wasser der Schmutz zunimmt.

Beim Nachbearbeiten streiten sich die Geister. Ich hatte mit so einem Audio Restaurations Lab von Magix meine Platten als erstes 2008 aufgenommen – gesampelt dann Rauschen und Knackser entfernt – Das Ergebnis hat mich eine Zeit befriedigt aber nun mache ich mir die Arbeit nochmal und gehe anders vor. Beim A-B Vergleich meiner alten Aufnahmen ist eindeutig weniger Rauschen da. Aber eben auch weniger Höhen Brillianz. Denn Rauschen ist eine hochfrequente Welle, bei der gefiltert auch einige Hohe Frequenzen des Audio Signals abgesenkt werden. Da kann man zwar mit EQ dann gegenwirken aber ich möchte jetzt wie gesagt lieber den puren Analogen Klang der Platte mit allen Knacksern und eben dem typischen Rauschen konservieren.

Die Hersteller werben ja mit bestimmten Tools die die Aufnahmen „verbessern“ sollen. Man muss sich aber nur Überlegen: Das Signal auf der Platte ist bereits gemastert. Man sollte hier wirklich überlegen ob ein Master-Plugin oder EQ wirklich eine Verbesserung ist oder man nicht besser Augenmerk auf das bestmögliche Abtasten / Aufnehmen legen sollte. Ein hochwertiges Abtastsystem kann hier mehr bewirken als Digitale Zauberei.

Einzig sinnvoll ist mMn hier im Nachgang das Normalisieren auf 98% Pegelintensität – das zieht leider auch das Rauschen etwas auf aber damit ist das Signal voll digital ausgepegelt. Hier sollte man gern auch mal die Pegel vergleichen ( rückgängig ) – Durch Knackser kann es passieren das der Pegel eher abfällt als aufgefüllt wird. Dann sollte man lieber das original lassen.

Zu letzt noch ein Wort des Formats: Ganz Audiophile legen wert auf höchstmögliche Qualität – kann man machen ist aber bei mancher Musik einfach Quatsch. Natürlich kann man Aphex Twin auch mit 196 khz FLAC genießen – aber Speicherplatz ist eben irgendwann voll.


Bildquelle

Ich hatte die Aufnahmen 2008 mit 44Khz 16 bit gemacht und als MP3 mit 160kbs abgespeichert (~7MB pro Track) – einfach aus Economischen Gründen da die Platte bald platzte. Heute sieht das nicht anders aus aber die Größenordnungen sind etwas anders. Ich habe jetzt MP3 mit 320kbs als Standard und nehme mit 48Khz 16 bit auf, was DVD Soundstandard entspricht. Das ist ausreichend – besser wird eine Vinyl auch mit 196Khz nicht klingen schon alleine weil das System am Plattenspieler nominalen Frequenzgang von 20-22000 Hz besitzt.

Aber mag jeder experimentieren – mir geht es heute nur darum aufzuzeigen, dass man sich nicht von Digitalen Zauberwerkzeugen blenden lassen soll!

Kurz noch was zu verwellten Platten. Das ist an sich kein Problem – nur selten hört man durch die physische Verformung auch ein leiern oder es springt die Nadel. Es ist nur unschön wenn das System so hibbelt wie ich wenn ich auf Post warte.

Abhilfe: Vinyl bügeln nennt man das. Im Baumarkt 2 große Fliesen holen (mind. 30x30cm) – im Ofen auf 50 grad erhitzen (nicht Wärmer!!!) – herausnehmen – Das Vinyl in der Papierhülle zwischen die Fliesen mit der glatten Seite jeweils oben und unten und abkühlen lassen (1-3 Stunden)

Risse sind dagegen nicht reparabel. Hier springt zwangsläufig die Nadel und im schlimmsten Fall zerstört euch das die Nadel. Aus solchen Platten lassen sich aber dekorative Schüsseln für Kekse oder Bonbons herstellen ^^

Vinylschüssel