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Musik

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Assorted Music Collection 01

Als ich letztens meinen Musiker Kollegen in München besuchte und wir wieder mal so im Gespräch waren, holte der plötzlich eine Viereckige Box aus dem Schrank. Auf den ersten Blick dachte ich mir „Oh eine richtig Edle Pralinenschachtel“ und als ich die in die Hand gedrückt bekam dachte ich „Mensch das muss aber echt schwere Schokolade sein“. ^^

Nö – Keine Schokolade aber dafür echt Tolle Platten und da steht auch sein Künstlername mit drauf!!!

Als ich wieder zu hause war musste ich da natürlich gleich mal danach suchen. Die Assorted Music Collection 01 ist eine auf 250 Stück limitierte 6 Platten Box mit 2 Slipmates. Und weil ich so extrem Neidisch war wollte ich auch eine ^^ Nein Quatsch ich freue mich, dass ein Remix eines Freundes und Musiker Kollegen auf so eine Hochwertige Kompilation kommt.

Als das Set nun bei mir ankam wurde es natürlich angehört und auch digitalisiert. Die Tracks sind wirklich Erstklassig gemastert, alle in einer einheitlichen Lautstärke, da musste ich nicht viel nach der Aufnahme machen. Da sie quasi Frisch aus der Presse waren kein Knacken und Knistern – herrlich. Und auch die Trackauswahl finde ich sehr gelungen. Ein wirklich tolles Spektrum. Auch Mister Flat Eric ist begeistert ^^


Pro Tipps zum Vinyl digitalisieren

Native Instruments Komplete Kontrol – Free

Heute kommt eine Mail rein: „Vielen Dank für den Kauf oder die Registrierung deines neuen Produktes….DEINE PRODUKTE: KOMPLETE START – Blocks Base“ ich so: Häh ich hab doch garnix gekauft???

Aber hey – das ist was Gutes ^^ Native Instruments hat seine Produktpalette erneuert und dazu gehört das neue Native Instruments Komplete Kontrol! Es wird als Freeware angeboten und bringt mehr mit als man sonst von Freeware erwartet:

  • Mehr als 2.000 erstklassige Sounds für Produktion und Performance
  • 15 hochwertige Synths und Instrumente, dazu Effekte, Loops und Samples
  • Mit KOMPLETE KONTROL kannst du alle Sounds in deiner DAW browsen, vorhören und spielen…

Insgesamt bekommt man also erstmal ein Dickes Paket. Und wie ich jetzt testen konnte funktioniert das richtig toll. Es erinnert mich an die KORE Produkte – da hatte man am Interface komplette Zugriffe auf die ganze Library. Aber Komplete Kontrol funktioniert hier noch etwas besser denn es scannt alle VST ebenfalls nach kompatiblen Patches ab und man kann sogar Sample / Kontakt Libraries einbinden. Ich habe u.a. Sample Libraries die ebenfalls ein Kontakt-Instrument beigefügt haben. Diese kann Komplete Kontrol nun laden. Ebenfalls ist die Integration solcher „unlizenzierten“ Libraries in Kontakt wesentlich verbessert worden – Also Libraries die nicht in der Liste vom Kontakt-Player angezeigt werden.

Was sofort auffällt, Komplete Kontrol kann Samples sofort laden und spielen. Das ist zwar nur ein rudimentärer Sampler aber das ist erstmal eine tolle Entwicklung wenn man überlegt dass der KONTAKT Sampler als Vollversion ja 399€ kostet. Der Kontakt Player gibt einem ja nur zeitlich limitiert die Möglichkeit seinen Umfang zu nutzen. Es gibt einem nun eine gute Kontrolle über eine Sample Library und Sounds, denn man kann auch nach Keywords entsprechend Sounds und Klänge suchen, das Gerät wird geöffnet und man kann es spielen. So findet man ziemlich einfach und schnell passende Sounds.

Bei der Gelegenheit habe ich natürlich die komplette Instrumenten Palette erneuert. Macht etwas Arbeit aber genauso findet man auch einige Fehler im System und kann diese beheben. Man trennt sich manchmal ungern von Geräten aber wenn sie nicht mehr sauber laufen oder nur Fehler produzieren wirds Zeit ADIEU zu sagen.

Zum einen musste ich Firebird 2 von Tone2 entfernen. Ein wirklich traumhafter Bassline Synth mit potential.
Der Zweite AutoGun von Imageline. Das Freeware Gerät besitzt die ungeheure Preset-Library von „4.294.967.296 amazing presets to explore“. Beide sind nun leider irgendwie sehr instabil mit dem ganzen x64 Host Unterbau und so schmiert mir der Ableton Live 10 schon mal ab. Darauf hab ich einfach keine Lust mehr und angesichts meiner Instrumente und Samples die hier sonst noch rumliegen kann ich auf die Geräte verzichten. Auch nicht zuletzt weil die NI-Geräte einfach einen Genialen Sound haben und sehr viel Möglichkeiten bieten.

Danke Native Instruments – ich bin wieder mal schwer begeistert!!!

Pro Tipps zum Vinyl digitalisieren

Ihr kennt das: Ihr kauft eine Plattenkiste und möchtet die Scheiben digitalisieren. Ihr kennt die Scheiben womöglich noch gar nicht wisst auch nicht wie oft sie bereits gelaufen sind. Naja das merkt ihr spätestens beim „Machen“ ^^

Aber mal grundsätzlich eine Vorgehensweise wie man seine analogen Schätze gut digitalisiert.

Ich braucht: einen PC, eine Aufnahmesoftware, ein Audio-Interface, Kabel und natürlich einen Plattenspieler.

Das Setup sollte klar sein. Plattenspieler entweder über Vorverstärker (Line) oder Phono mit dem Audiointerface verbinden, möglichst so, dass wenig Grundrauschen entsteht. Viele neue Plattenspieler haben bereits einen Umschalter und den Verstärker schon integriert – Ihr merkt den Unterschied wenn ihr im Leerlauf des Plattenspielers die Aufnahme startet und euch den Grundpegel anschaut – erfahrungsgemäß ist Line besser. Welche Aufnahme Software ihr nutzt ist quasi egal – jede hat Vor- und Nachteile (hauptsächlich im Workflow und der Effekte) aber auch Freeware wie Audacity muss sich nicht verstecken.

Als nächstes solltet ihr Euer Aufnahmesystem etwas kalibrieren. Wie ihr merken werdet sind alle Platten unterschiedlich auch wenn es Richtlinien und Normen gibt wie die Platten gemastert werden. Wichtig ist hier einen guten Mittelwert zu finden damit die Pegel gut kommen aber es nicht übersteuert. Ihr müsst hier den Spagat zwischen eurem Audiointerface und der Aufnahmesoftware hin bekommen. Beim Platten samplen sollte man nie hart aussteuern sondern besser -6db Headroom lassen egal was die Anzeige da am Audio Interface anzeigt. Wichtig ist was die Software anzeigt und wo da die Pegel sind. Bevor man anfängt jede Platte nachzupegeln nimmt man besser mit einem Guten Mittelwert und etwas Headroom auf.

Ich für meinen Teil möchte gerne den analogen Klang der Platte so unverfälscht wie möglich haben – deshalb lasse ich die Finger von EQs. Meine Pegel hoppsen bei -9 bis -3db rum obwohl da manchmal auch schon eine Vinyl-Seite komplett an der 0db kratzt – wenn man das merkt regelt man besser etwas runter – nichts ist nerviger als eine übersteuerte Aufnahme. Die Anzeige am VMS4 hat einen 10db Headroom und Pegelt bei +7 im Roten Bereich rum – naja wie gesagt das digitale ist ausschlaggebend. Lasst euch nicht von Knacksern verunsichern – So ein Crackle kann schon mal komplett übersteuern – da könnt ihr aber auch mit dem besten Werkzeug nix zaubern der Fehler ist auf der Platte. Es gibt diverse Werkzeuge um Knackser zu entfernen aber immer etwas zu lasten des Audiosignals. Interessierte lesen bitte HIER. Auch hier sollte man sich im klaren sein: Einen Knackser oder sogar eine Stelle wo die Nadel springt kann man nicht auf der Platte reparieren – man kann versuchen das Auflagegewicht der Nadel etwas zu erhöhen – das wars auch schon. Je nachdem wie oft die Platte schon gelaufen ist und wo sie gelaufen ist gehört das einfach zu „Alterung“ des Mediums – aber deshalb lieben wir Vinyl ja auch! So etwas konserviert man mit einem Achselzucken einfach mit ¯\_(ツ)_/¯

Hat man so sein Setup abgestimmt geht es ans Vinyl. Ich las letztens einen Beitrag wie man Vinyl am Besten pflegt ^^ Okay mal im Ernst: Hat sich das irgendwann geändert? Antistatik-Bürste oder Tuch und einen Pinsel für die Nadel. Wir gehen hier mal von einer Plattenkiste aus die man nicht kennt. Ich halte nix von einer „Plattenwaschmaschine“ – das ist rausgeschmissenes Geld. Genauso kann man sich das Geld für spezielles Reinigungsmittel sparen.
Ich mach das Oldscool: Eimer, Fit, handwarmes Wasser, einen weichen Putz/ Abwaschlappen ein sauberes Baumwoll Abtrocken Handtuch (ohne Semmelkrümel oder Fett ^^)

Wir wollen den Analogen Sound möglichst ohne Knistern – was macht knistern… richtig Staub. Also waschen wir mit Fit Wasser die Plattenrillen sauber damit sich auch jahrelang angesammelter Staub löst. Den nassen Lappen leicht aus wringen damit es nicht so klitsch-nass wird und vor allem das Label in der Mitte braucht nicht unbedingt nass werden. 3-4 mal pro Seite rund abwischen und dann mit dem Abtrocken Tuch ebenfalls in runden Bewegungen trocknen… Auflegen – Los gehts. Und ihr werdet Staunen wie schnell in dem Wasser der Schmutz zunimmt.

Beim Nachbearbeiten streiten sich die Geister. Ich hatte mit so einem Audio Restaurations Lab von Magix meine Platten als erstes 2008 aufgenommen – gesampelt dann Rauschen und Knackser entfernt – Das Ergebnis hat mich eine Zeit befriedigt aber nun mache ich mir die Arbeit nochmal und gehe anders vor. Beim A-B Vergleich meiner alten Aufnahmen ist eindeutig weniger Rauschen da. Aber eben auch weniger Höhen Brillianz. Denn Rauschen ist eine hochfrequente Welle, bei der gefiltert auch einige Hohe Frequenzen des Audio Signals abgesenkt werden. Da kann man zwar mit EQ dann gegenwirken aber ich möchte jetzt wie gesagt lieber den puren Analogen Klang der Platte mit allen Knacksern und eben dem typischen Rauschen konservieren.

Die Hersteller werben ja mit bestimmten Tools die die Aufnahmen „verbessern“ sollen. Man muss sich aber nur Überlegen: Das Signal auf der Platte ist bereits gemastert. Man sollte hier wirklich überlegen ob ein Master-Plugin oder EQ wirklich eine Verbesserung ist oder man nicht besser Augenmerk auf das bestmögliche Abtasten / Aufnehmen legen sollte. Ein hochwertiges Abtastsystem kann hier mehr bewirken als Digitale Zauberei.

Einzig sinnvoll ist mMn hier im Nachgang das Normalisieren auf 98% Pegelintensität – das zieht leider auch das Rauschen etwas auf aber damit ist das Signal voll digital ausgepegelt. Hier sollte man gern auch mal die Pegel vergleichen ( rückgängig ) – Durch Knackser kann es passieren das der Pegel eher abfällt als aufgefüllt wird. Dann sollte man lieber das original lassen.

Zu letzt noch ein Wort des Formats: Ganz Audiophile legen wert auf höchstmögliche Qualität – kann man machen ist aber bei mancher Musik einfach Quatsch. Natürlich kann man Aphex Twin auch mit 196 khz FLAC genießen – aber Speicherplatz ist eben irgendwann voll.


Bildquelle

Ich hatte die Aufnahmen 2008 mit 44Khz 16 bit gemacht und als MP3 mit 160kbs abgespeichert (~7MB pro Track) – einfach aus Economischen Gründen da die Platte bald platzte. Heute sieht das nicht anders aus aber die Größenordnungen sind etwas anders. Ich habe jetzt MP3 mit 320kbs als Standard und nehme mit 48Khz 16 bit auf, was DVD Soundstandard entspricht. Das ist ausreichend – besser wird eine Vinyl auch mit 196Khz nicht klingen schon alleine weil das System am Plattenspieler nominalen Frequenzgang von 20-22000 Hz besitzt.

Aber mag jeder experimentieren – mir geht es heute nur darum aufzuzeigen, dass man sich nicht von Digitalen Zauberwerkzeugen blenden lassen soll!

Kurz noch was zu verwellten Platten. Das ist an sich kein Problem – nur selten hört man durch die physische Verformung auch ein leiern oder es springt die Nadel. Es ist nur unschön wenn das System so hibbelt wie ich wenn ich auf Post warte.

Abhilfe: Vinyl bügeln nennt man das. Im Baumarkt 2 große Fliesen holen (mind. 30x30cm) – im Ofen auf 50 grad erhitzen (nicht Wärmer!!!) – herausnehmen – Das Vinyl in der Papierhülle zwischen die Fliesen mit der glatten Seite jeweils oben und unten und abkühlen lassen (1-3 Stunden)

Risse sind dagegen nicht reparabel. Hier springt zwangsläufig die Nadel und im schlimmsten Fall zerstört euch das die Nadel. Aus solchen Platten lassen sich aber dekorative Schüsseln für Kekse oder Bonbons herstellen ^^

Vinylschüssel

Wie man sich clever eine Musik Bibliothek aufbaut

Zugegeben bei Musik gibt es so Meinungsreibereien. Ich bin ja jemand der gern für Musik die mir gefällt Geld ausgibt und dann CDs oder auch MP3 als Download kauft. Amazon und Bandcamp sind für mich da so die Besten Quellen und Medimops oder ZOverstocks als Gebraucht Händler sehr zuverlässige Quellen. Dagegen gibt es jetzt Meinungen wo es heißt: Ich höre Stream das ist kostenlos. Oder man bezahlt halt bei Diensten einen Premium Tarif. Kann man machen wie man will, spätestens beim nächsten Internet Wartungsfenster hat man nix mehr davon.

Deshalb finde ich es gut, dass sich manch ein Software Entwickler Gedanken macht und nützliche Software entwickelt. ich kenne es noch aus der Kindheit, da haben wir mit dem Finger auf dem Record-Button am Kassettenrecorder gehangen und die Hitparade aufgenommen. Das Urheberrecht sichert immer noch eine Privatkopie zu und das ist auch gut so. Wie oft höre ich einen Song im Net-Radio und kann den nirgends kaufen!

Damit ist jetzt Schluss

Jeder kann sich kostengünstig eine schöne Bibliothek seiner Lieblingsmusik aufbauen. Ich sage bewusst nicht kostenlos da ich einiges getestet habe und die komplett Kostenlosen Lösungen gehen heute nur noch bedingt gut.

2005 hatte ich Clipinc.fx von Tobit Software genutzt welches eine fantastische Welt eröffnete und clever genug war Moderation oder Jingles heraus zu schneiden und die einzelnen Tracks in einem Ordner abzulegen. Wenn ein Track öfter läuft speichert es automatisch die bessere und längere Version ab. Das geht aber nur gut bei Sendern die viel Musik spielen und wenig labern. Man sollte da wirklich gut überlegen bei welchem Stream man anfängt den Record-Button zu betätigen sonst hat man nur halbe Tracks – das macht auch keinen Spaß. ID3 Tags sollten auch vernünftig gesendet werden sonst sind die Tracks kryptisch und mit Hieroglyphen beschriftet.

Clipinc gibt es leider so nicht mehr. Die Software wurde Radio.fx getauft und wird bereits seit 2014 nicht mehr weiter entwickelt. Man kann sie noch downloaden und als BASIC Version nutzen. Da hat man leider nicht die ganze Welt der Internet Radios zur Verfügung – einige Sender werden nicht gefunden und man kann die Streamadresse auch selbst nicht irgendwo einpflegen. Die Neueste Version setzt auf einen Spotify Account (kostet also Geld)

Ich brauche da etwas anderes und ich habe auch etwas empfehlenswertes gefunden.

Es nennt sich Audials Radiotracker 2019 und funktioniert super. In der „Free/Demo“ Version kann man 25 Titel speichern. Wenn man sich für den Kauf entscheidet ist es eine Jahreslizenz – sie wird wahrscheinlich Ende 2020 ablaufen ohne dass ich die Software dann weiter nutzen kann. Es wird wohl jedes Jahr eine Neue Version herausgebracht was man sich dann wieder gern Bezahlen lassen möchte. Ausführlich werden die Services von Audials hier beschrieben. Allerdings lohnt sich das Geld ja mehr als genug wenn man überlegt wie viel man dann quasi an Musiktiteln auf der Platte ablegt. In 3 Tagen sind bei 4 simultanen Streams mit ähnlicher Musik über 800 Titel in 256kbit Soundqualität bereits gespeichert.

Kleiner Tweak Tipp: Man sollte dringend in den Optionen / Einstellungen die Optionen „Anzeige von Anwender Informationen“ alles weg haken sonst wird man beim Start der Software und beim Schließen und immer mal zwischendurch genervt man möge doch das Größere Produkt kaufen (◔_◔)

Das ist ein mehr als Fairer Preis obwohl man da wieder etwas meckern müsste dass ja die Künstler davon nix erhalten werden. Da aber Radio Sender via Lizenz auch Geld an Verwertungsgesellschaften zahlen müssen sehe ich das Problem eher als vernachlässigbar an und das Recht der Privatkopie im Vordergrund. Wie oft hört man Sätze wie „Kein Geld für Sowas“ aber dann leistet man sich Amazon Prime oder Netflix oder Spotify… dafür ist Geld da – aber hat man dann dort den Account gelöscht ist auch die Musik weg.

5 Tipps für Mediengenuss am Smartphone

Kaum jemand kommt ohne Musik aus oder Videos. Man sieht die Leute ständig auf Ihr Smartphone schauen, Ohrstöpsel im Ohr und irgendwas flimmert vor sich hin. Auch die Nutzungszahlen zahlreicher Dienste wie Spotify oder Youtube werden immer fein publiziert. Ich bin ja kein Freund von Kopfloser und undurchdachter Nutzung irgendwelcher Dienste, deshalb will ich hier mal ein paar Tipps geben, wie man Streams nutzen kann aber sich dafür nicht komplett nackig oder gläsern macht.

Musik- und Videodaten lokal speichern und abspielen

Die Smartphones werden immer mehr aufgerüstet – Neue Modelle haben inzwischen 4-16 GB RAM und 64 bis 200 GB internen Speicher. Ich bevorzuge ja seit jeher Smartphones mit zusätzlichem Slot für eine SD-Card. Das birgt zwar auch ein paar Nebenwirkungen, wie erhöhter Akkuverbrauch, aber ist dennoch eine Daten-Fußabdruck-Sparsame Lösung Musik zu nutzen – man hat sie jeder Zeit dabei wenn sie einmal drauf kopiert ist und man sein Handy nicht ständig zurücksetzt ^^

In Zeiten, wo Amazon es anbietet die Musik die man auf CD kauft sofort als MP3 zu erhalten oder Menschen sowieso nur MP3 kaufen, muss man nur bei einer extremen Library an CDs etwas nachdenken, in welcher Qualität man die CDs umwandelt und dies ist natürlich mit etwas Zeit verbunden. Das macht man aber bestenfalls nur einmal und selbst bei einer Erweiterung der Library ist der Aufwand nicht sehr hoch zur Pflege. Das schreibe ich aus Erfahrung, denn so handhabe ich das bisher erfolgreich und Nerven schonend und eine 256GB SD-Card im Sony Z5 compact beherbergt nicht nur meine >20000 Tracks umfassende Library sondern auch noch ein Paar Filme /Serien …

Sparten-Radiostreams nutzen

Statt monatsweise Geld für App-Abos (Spotify, Amazon Prime, etc) auszugeben kann man einfach Radiostreams nutzen. Es gibt so viele Radiostationen da kann man aus den vollen schöpfen und mittlerweile haben die auch verstanden dass die Menschen das Internet auch zum konsumieren von Radio nutzen wollen. Einige Stationen bieten sogar Spartenkanäle an die ohne die üblichen Moderationen nur von ein paar Jingles oder Werbespots unterbrochen werden. Das ist für Leute, denen das Geschwafel der gut gelaunten Morgenshow Moderatoren tierisch auf den Keks geht oder die nicht alle 2 Stunden den neuesten Kack-Pop Song hören wollen sehr toll.

Das ganze ist auch mit Opensource / Freeware zu realisieren und man muss nicht zwingend…

Kauf-Apps statt Free-Apps mit Werbung nutzen

Ich nutzte bis vor kurzem gerne die App TuneIn als Pro Version . Diese App ist nicht schlecht aber mich nervt das im Monat gefühlt 4 Updates kommen und die App mittlerweile 10,80€ kostet. Deshalb habe ich nun alles etwas Umgestellt und nutze nun auf dem Smartphone den VLC Player for Android . Dieser ist nicht nur sehr gut, weil er nahezu ALLES wiedergeben kann, er funktioniert auch genauso toll auf Android wie unter Windows. Und man kann unter anderem…

Radiostreams in dem Fritzbox-Mediaserver nutzen


Unter Heimnetz >Mediaserver und Reiter Internetradio kann man hier seine Lieblingsradiosender einstellen. Es werden schon einige zur Auswahl gestellt. u.a. kann man sich auch bei http://www.radio.de/sender/ erstmal umhören was einem so interessiert. Um ggf passendere Spartensender zu finden gehe ich immer den Weg über die Webseiten der Sender. Bei Radio TOP 40 z.B. gibt es sogar eine FAQ mit den Links der Senderstreams. Hat man sich so eine Senderauswahl zurecht gestellt kann man die im häuslichen WLAN mit dem VLC Player einfach erreichen in dem man im Auswahlmenü der App das Lokale Netzwerk auswählt und den Mediaserver der Fritzbox und Tadaaa… >“Internet Radio frei wählbar nach jeweiliger Laune“<

Für die mobile Nutzung hat man nun 2 Möglichkeiten:

Fritzbox (RouterXYZ) VPN-Zugang einrichten

über die Fritzbox ist das alles sehr komfortabel gelöst wobei ich aber extra keine AVM App empfehle. AVM Fritz Media funktioniert nur bedingt und wenn ich der App eine Schulnote geben müsste würde ich ihr ne 4 geben. Streams stottern, Videos können nicht abgespielt werden… Ich empfehle hier klar den VLC.

Wie man einen VPN Tunnel unter Android einrichtet an der FritzBox kann man hier lesen: https://avm.de/service/vpn/tipps-tricks/vpn-verbindung-zur-fritzbox-unter-android-einrichten/

Kurz: MyFritz! Konto einrichten – in der Fritzbox aktivieren – einen VPN-Benutzer einrichten und dann mit Android damit verbinden. Einfach Lesen und Umsetzen – das ist nicht schwer. Vorteil dieser VPN Verbindung – man kann sogar das Festnetz mit der Fritz!Fon App aktiv nutzen. der VPN Tunnel muss aber IMMER offen bleiben was wieder am Akku zehrt.

Alternativ kann man für jeden Radiosender eine Playlist-Datei erstellen z.B.

Dateiname Radio TOP40 Club Sound.pls dann editieren:

Für jeden Radio Stream erstellt man also eine Datei, speichert sie in einem Ordner ab, kopiert den Ordner dann auf das Smartphone und sagt beim Öffnen der Datei nutze „VLC Player“ und tippt auf „Immer“. Nun kann man den Stream auch mit mobiler Datennutzung starten – Funktioniert in der U-Bahn erfahrungsgemäß nur bedingt ^^

Also resümierend hat man genug Möglichkeiten, ohne Diensten wertvolle Daten und Geld in den Rachen zu werfen Musik zu konsumieren. Bevor man also herum überlegt welche tolle App man jetzt nun wieder für diese rudimentäre Funktion der Unterhaltung bezahlt – vielleicht ist das ja mit etwas „Einstellung“ doch besser zu lösen.

Video Encoding Tutorial für Mobil Geräte

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