Howto - DJ mit der Akai Force 1

Howto – DJ mit der Akai Force

Die Akai Force wurde nach erscheinen etwas zwiegespalten wahrgenommen. Das lag unter anderem auch daran, dass einige der Vollmundig beworbenen Key Features nicht oder nur begrenzt funktionierten. Die Force macht quasi den Spagat zwischen MPC und Controller und ist ein Freistehender Musik Computer, mit Midi und CV Controller. Mit der Anbindung an Ableton bieten sich umfangreiche Möglichkeiten. Was aber bisher gar nicht richtig funktioniert hatte war das „auflegen“!

Mit Firmware 3.0.6 war bislang der RAM die Limitation. Ich konnte hier nur maximal 8 Tracks laden – dann war Schluss. Ich bin nun dankbarer Beta Tester und habe mit Beta Firmware 3.1.1.1 einen Meilenstein vor mir. Ich will hier also mal beschreiben wie man mit der „Sampler-Groovebox“ Force ein DJ Set vorbereitet.

Beginnen wir mit einem neuen Projekt:

Neues Projekt mit 2 Audio Tracks & Zuweisung des X-Faders
Neues Projekt mit 2 Audio Tracks & Zuweisung des X-Faders
FX Air Kill EQ und Maximizer auf beide Tracks
FX Air Kill EQ und Maximizer auf beide Tracks
Unter "Menü" -> Macros: Zuweisen der Kill EQ High/Mid/Low auf die Knöpfe unter "Project 2"
Unter „Menü“ -> Macros: Zuweisen der Kill EQ High/Mid/Low auf die Knöpfe unter „Project 2“

Um nun auch eine Cue-Vorhör-Funktion zu haben müssen wir in den Preferences einige wichtige Einstellungen machen (Layout ist 3.1.1x in älteren FW ist Multi Audio und Diskstreaming nicht verfügbar!!!)

Diskstreaming einschalten und für die Beaterkennung die weitreichendste Range wählen
Diskstreaming einschalten und für die Beaterkennung die weitreichendste Range wählen

Da man die Force auch erweitern kann und auch eigene Kits mit eigenen Samples und bereits erworbenen Packs bauen kann empfiehlt es sich in die Force eine SSD einzubauen. Man sollte dann auch den Temporären Ordner auf die SSD schwenken.

Temporären Ordner auf SSD erstellen
Temporären Ordner auf SSD erstellen
Vorhör-Output auf Kanäle 3/4 einstellen
Vorhör-Output auf Kanäle 3/4 einstellen

Nun kann man zurück in die MIXER Einstellungen

In der Mixer Config kann man die Schaltung der SOLO Buttons auf CUE umstellen
In der Mixer Config kann man die Schaltung der SOLO Buttons auf CUE umstellen

Nun kann man mit dem Crossfader die Tracks blenden und kann Vorhören, wenn man den neuen Track mit den SOLO-Button anwählt.

Kommen wir also zum Import der Tracks und Vorbereiten des Sets:

Mit "SHIFT" kann man die Tracks erstmal in einen POOL laden
Mit „SHIFT“ kann man die Tracks erstmal in einen POOL laden

Nach 6-8 Tracks wird man wieder vor der magischen Grenze stehen, die bislang in jeder Firmware war. Der RAM ist voll. In der neuen Firmware kann man nun über das Projektmanagement das neue Diskstreaming verwenden.

Switching von Memory Load zu Diskstreaming
Switching von Memory Load zu Diskstreaming
Man erkennt aktives Diskstreaming über die farbige Hervorhebung
Man erkennt aktives Diskstreaming über die farbige Hervorhebung

Hat man seine Tracks so importiert kann man daran gehen, sie im Sampler an die Maingeschwindigkeit anzupassen und so zu trimmen dass der Takt passt. falls man automatischen Warp aktiviert hat sollte man das nach jedem laden erstmal aus stellen.

Weit am Anfang einzoomen um Ersten Cue Point setzen - Auf Takt wird es einfacher
Weit am Anfang einzoomen um Ersten Cue Point setzen – Auf Takt wird es einfacher

Kennt man die Tracks gut, kann man auch entsprechend das Intro behalten. Das selbe am Ende. Ich bevorzuge dann ein Klick auf „Trim Clip“ der den Track dann zuschneidet.

Original Geschwindigkeit über "Detect" oder "Tap Tempo" finden
Original Geschwindigkeit über „Detect“ oder „Tap Tempo“ finden

Im Bild hatte ich den Fehler beim Fotografieren gemacht und den Warp noch aktiv gelassen – so wird das natürlich nix. Der Warp muss deaktiviert sein! Schaltet man den Warp ein sollte das GRID sichtbar auf Takt einschnappen. Über SHIFT – 5 kann man das Metronom zur Hilfe aktivieren.

Nach aktivieren des Warp Mode das Ende nachtrimmen
Nach aktivieren des Warp Mode das Ende nachtrimmen

Hier gut zu sehen wie der Track bis zuletzt auf dem Takt Grid klebt. Macht er das nicht muss man nochmal an der Originalgeschwindigkeit nachtunen.

Jetzt kann man noch den Clip benennen – der Titel macht sich da gut ^^

Jetzt noch die Grid Settings modifizieren und schon weis mal immer wo man im Track ist.
Jetzt noch die Grid Settings modifizieren und schon weis mal immer wo man im Track ist.

Nun kann man seine Performance schön vorbereiten. Findet man dass ein Track vielleicht von der Reihenfolge nicht passt, kann man Clips in der Matrix Anzeige problemlos kopieren und umordnen ( Copy… Delete)

Wenn man seine Performance dann noch etwas aufpimpen will, kann man weitere Spuren mit Kits oder Synths-Klängen laden und zum laufenden Track spielen.

Ich habe da mal was vorbereitet – Vielleicht hilft es ja dem Einen oder Anderen.