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Adobe Elements 2020 – ein Upgrade was sich nicht so anfühlt

Kennt ihr das auch? Ihr kauft eine neue Version eines Produkts und stellt fest dass einige Funktionen wegoptimiert wurden. Ich könnte kotzen bei sowas!!!

Ich wechsle nun von der Adobe Elements 14 auf die Adobe Elements 2020 (V18) und stelle fest, dass Adobe hier neben „Optimierungen“ auch einiges dran tut, die Elements Versionen noch mehr an die Creative Cloud zu binden.

Was mir zuerst auffällt: Es gibt kein „Online Vorlagen Download“ d.h. Einige Parts der Software verbleiben in der Cloud und werden nicht lokal installiert. Man benötigt also ständigen Internet Zugriff, sonst sind eben Vorlagen oder Arbeitsmittel, wie die gelobten Hintergrundbilder oder Projektvorlagen, nicht verfügbar, weil diese erst heruntergeladen werden wenn sie „angefordert“ werden und nicht lokal installiert sind. In der V14 war es ein nachfolgender Installprozess der einem den Content auf die Platte gepackt hat und dann war es eben da und wurde nur über die Cloud auf neuere Versionen gehoben und ggf. Fehler ausgebügelt. Da möchten wohl die Adobe Content Manager eine Statistik was die User ernsthaft nutzen und was nicht. Da kann man dann so schön einsparen.

Ebenfalls ist in Premiere Elements das Blu-ray Encoding weggefallen. WTF!!! Man kann das gut vergleichen.

https://www.adobe.com/de/products/premiere-elements/buying-guide.html

https://web.archive.org/web/20181223170544/https://www.adobe.com/de/products/premiere-elements/buying-guide.html

Also kann man mit einer neueren Version WENIGER?! Obwohl es steht ja viel NEU in der Liste. Ich bin da etwas enttäuscht. Bildverbesserung- und Diddeldaddelrödelscheiße als Verbesserung verkaufen aber beim Export wird eingespart!?

Nicht alles ist schlecht an der neuen Version. Man merkt gute Beschleunigung beim Starten und arbeiten und auch die verbesserte Gesichtserkennung ist besser. Allerdings ist hier auch ein ressourcenhungriger „Auto Creation“ Prozess am rödeln. Der baut einem gute Vorschläge aber arbeitet eben die ganze Zeit im Hintergrund.

Im Organizer funktioniert wieder die Weltkarte. Da war eine API von Google in der V14 integriert und wie man Google kennt wurde da was eingestellt. Braucht man nicht unbedingt!!

WebP Unterstützung ist wieder nicht standardmäßig dabei. Irgendwie pennt man da bei Adobe. Zum Glück gibt es ja das Plugin.

WebP Bildformat in Photoshop nutzen

Aber so ein Format Standard wie Blu-ray einfach mal so aus dem Produkt zu streichen finde ich keinen netten Zug. Zugegeben die Leute setzen jetzt viel auf Streaming Dienste. Aber gerade wenn man vielleicht Projektarbeit mit dem Produkt macht und jemanden eine Blu-ray liefern will, ist man nun wieder auf Drittprogramme angewiesen. Will man kein Produkt mehr anbieten was sich von anderen Anbietern hervorhebt oder wieso tut man diesen Schritt? Man will den Leuten lieber die Großen Produkte und die Cloud verkaufen. Das wird es sein! Verschenktes Potenzial meiner Meinung nach! Da kann man jetzt 4K bearbeiten aber nicht als HD Format auf einer Scheibe mit Menü oder so ausgeben…

Tipps zu Adobe Elements

  • Ausschlüsse im Windows Defender definieren!

Es geht alles um einiges schneller wenn der Virenscanner nicht jeden Furz lang alles prüft was so ein Prozess da macht. Deshalb macht es Sinn die Prozesse auszuschließen: „Elements Auto Creation 2020.exe“, „PhotoshopElementsEditor.exe“, „PhotoshopElementsOrganizer.exe“, „PremiereElementsEditor.exe“, „MPEGHDVExport.exe“

  • Automatische Kreationen (auf Basis von Adobe Sensei) abschalten

Der Prozess startet standardmäßig im Autostart. Er benötigt RAM und Rechenleistung. Wer es nicht liebt kann den Autostart Prozess „Elements Auto Creation 2020.exe“ mit CCleaner rauswerfen. Ich habe gleichzeitig die Datei noch umbenannt („.orig“)

Ich bin eh so Oldschool, ich mochte solche Auto Vorschlagsbastelscheiße auch bei Google-Fotos nicht!
  • Daten Cache dahin verschieben wo man es schnell kontrolliert aufräumen kann

Standardmäßig wird der Datencache in den Untiefen des Benutzerkontos erstellt (C:\Users\“Dein User“\AppData\Roaming\Adobe\Common).

Was für ein Bullshit!! Aber auf mich hört ja niemand!

Es macht daher Sinn auf einer Stelle – nennen wir sie mal D:/ Laufwerk – einen Ordner zu erstellen der nur für den Datencache da ist. (Klappt auch nicht 100% aber ist besser als bei voller Festplatte sich blöde zu suchen, wo die Daten liegen). Sagen wir also, wir haben einen Ordner „D:\Adobe-Media Cache Files“, dann definieren wir den in den Programmen. Angefangen bei Organizer unter „Bearbeiten -> Voreinstellungen -> Dateien -> Medien Cache“ und hier den Mediencache Ordner angeben.

In Photoshop braucht man es nicht nochmal extra angeben hier kann man D:/ als Arbeitsvolume aktivieren.

In Premiere findet man das unter „Bearbeiten -> Voreinstellungen -> Medien -> Medien Cache Datenbank“

  • Plugins und Filter funktionieren nur als 64bit Version

…und selbst dann nicht mal unbedingt! Einige Plugins die jetzt auch irgendwann 2008 als x64 Version raus kamen laufen nicht unter Adobe Elements ab V14 weil hier ausschließlich auf x64 gesetzt wird. Die Frage ist dann benötigt man sie wirklich? Nutzt man eine 32bit Version von Gimp oder Photoshop parallel oder trennt man sich einfach davon??? Bei Plugins die kostenlos angeboten werden ist es vielleicht verschmerzlich wenn man sie nicht mehr nutzt andere haben man richtig viel Geld gekostet…

Fazit: Irgendwas iss halt immer =0[


Wie ich nun dank der Adobe User Community herausgefunden habe, kann man in Premiere Elements 2020 den zusätzlichen Content einfach herunterladen. Im Bereich jeweils von Titeln, Musik und Bildern genügt ein Rechtsklick auf eines der, mit einer blauen Ecke oben rechts gekennzeichneten, Items und man kann über „Alle downloaden“ den Download starten.

Im Photoshop Elements 2020 habe ich jedoch so einen Download nicht gefunden. Da muss ich wohl mal den Support Fragen.


Tja wie ich es mir denken konnte, hat da irgendwie nie jemand dran gedacht, dass man das Content-Zeug auf der Festplatte will und nicht in der Cloud. Ich meine klar gibt es natürlich Leute die es gut finden, wenn man nicht 30GB an Festplatte für das Bundle reservieren muss, wenn man dann eh nur die Werkzeuge nutzt und weniger den Content.

Aber wieso denkt man bei Premiere an so einen Content Download und in Photoshop nicht? Man kauft doch das Bundle und möchte dann evtl. auch alles nutzen. Macht es da nicht Sinn die Funktionen in alle Produkte gleich zu stricken und nicht bei Produkt 1 so und bei Produkt 2 vergessen wir das einfach mal?

Bei Premiere Elements sind sowohl die Menu-Templates, die Musik und Animationen und Bilder als jeweils ein Download. Man muss natürlich auch dann an die Vorlagen für Instant Movie etc. denken. Aber hier klappt das alles mit einem Download auf den Rechner zu bekommen. Es ist dennoch alles sehr versteckt! Bei der installation einen Hook mit der Abfage, den kompletten Content zu Installieren, gibt es nicht – Gab es aber mal!

Bei Photoshop Elements hab ich gestern 2,5h gesessen und jedes Ding einzeln angeklickt und heruntergeladen. Hintergründe, Rahmen, Bild-Items und alle Templates für Kalender/Karten etc. … JEDES EINZELN!!! Das würde eigentlich beim testen der Software auffallen, das es nervige Kack-Scheiße ist aber scheinbar sind die Indischen Tester gerne mit klicken beschäftigt.

Ich habe es gestern als Verbesserungsvorschlag eingereicht. Ob es überhaupt Entscheider erreicht oder umgesetzt wird ¯\_(ツ)_/¯

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